Wirkung / Wirkstoffe


Wirkung/ Wirkstoffe Kratom

Quelle: kratomratgeber.de

Der paradoxe Wirkungsgrad bei Kratom ist sehr unterschiedlich. Es kommt auf die eingenommene Dosis, Sorte und die jeweilige Person an. Es gibt keine genaue Formel hierfür. Wie bei allen Medikamenten, kann es auch hier zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen. Folgende Medikamente sollten bei Kratomkonsum vermieden werden:

Modafinil, Carisoprodol, Datura Stramonium, Propylhexedrin


Niedrige Dosierung und Wirkung

Bei geringer Menge von Kratom wirkt dies eher stimulierend und euphorisierend. Ungefähr 15-30min nach Einnahme in flüssiger Form ( 30-60min in Kapseln) flutet die Wirkung. Es fühlt sich an, als ob eine Erhöhung der Körpertemperatur stattfindet. Es bildet sich eine innere Grundzufriedenheit und der Körper fühlt sich einfach gut an. Die meisten negativen Gefühle, wie Hunger, Trägheit, Müdigkeit und Schmerzen treten zurück oder verschwinden sogar komplett.

 

Vom Geiste her kann sich eine tiefe innere Zufriedenheit bilden. Das Gefühl der Sorglosigkeit udn Geborgenheit wird wahrgenommen. Auch kann in den meisten Fällen Glücksgefühle verspürt werden und Anspannungen und Blockierungen lösen sich. Ein weiterer Effekt, es wird eine Art "Flow" wahrgenommen, der die Produktivität steigern kann.

 

Die Wirkung hält in der Regel zwischen 4-6 Stunden und lässt anschließend nach.


Hohe Dosierung und Wirkung

Bei einer höheren Dosis wirkt Kratom sedierend bis zu tiefenentspannend. Die charakteristische opioide Wirkung tritt in den Vordergrund.

Stärkere Schmerzen werden hierbei fast stillgelegt. Manche berichten von Tagträumen und Halbwachzuständen, wird jedoch als positiv empfunden. Wie auch bei einer niedrigeren Dosis, breitet sich heirbei ein intensives Körpergefühl aus. Ich selbst habe von den Tagträumen und Halbwachzuständen, nach 3 Jahren Konsum, noch nichts mitbekommen.


Nebenwirkungen

Bei einer Überdosis von Kratom kann es dazu kommen, das ein Unwohlsein und ein "Kater" nächsten Tag vorhanden ist. Der Kater gleicht dem des Alkoholkonsums und tritt eher bei falscher Dosierung oder einer Unverträglichkeit der Sorte auf. Hierbei hilft viel Wasser, da Kratom dem Körper Wasser entzieht.

 

Ein weiterer Nebeneffekt ist die Appetitlosigkeit, in Asien wird Kratom als Hilfsmittel zum Abnehmen auch verwendet.

 

Auch eine erhöhte Reizbarkeit, Muskel- oder Gelenkschmerzen können auftreten. Diese Nebenwirkungen findet man häufig im Internet, jedoch gibt es keine Langzeitstudien die dies belegen. Weitere Studien und Co. sind mir allerdings auch nicht bekannt.

 

Da Kratom Opioide enthält, können hier bei längerer Einnahme und Absetzen von Kratom Entzugserscheinungen auftreten. Ich selbst habe dies einmal ausprobiert, ich fande, es ähnelt einem Koffeinentzug. Der Entzug klingt nach wenigen Tagen ab.


Wirkstoffe

Kratom ist ein natürliches Produkt, es besitzt mehrere psychoaktive Wirkstoffe, die im Zusammenspiel ihre typischen Kratomeigenschaften ausmacht. Primär werden den so genannten Alkaloiden die Eigenschaften der Bewusstseinsveränderung zugeschrieben. Kratom hat rund 40 dieser Alkaloide.

 

Unter anderem sind folgende Wirkstoffe in Kratom vorhanden:

 

  • 7-Hydroxymitragynin
  • Ajmalicin
  • Corynanthedin
  • Mitragynin
  • Mitraphyllin
  • Mitraversin
  • Payananthein
  • und Weitere

Die bedeutendsten Stoffe sind 7-Hydroxmitragynin und Mitragynin. Sie sind verwandt mit Psilocybin und wirken als Aganoist am µ-Opioid-Rezeptor.

 

Wasserlöslich ist Mitragynin nicht, jedoch kann dies in gewöhnlichen Lösungsmitteln wie Aceton, Ethanol, Methanol, Essigsäure oder Diethylether in Lösung gehen. In der Reinform, als fester Kristall, schmilzt Mitragynin zwischen 102°C und 106°C.

 

Es ist für das Verständnis essentziell wichtig, dass nicht eine Substanz für die Wirkung verantwortlich ist, sondern ein Gemisch aus strukturverwandten Molekühlen.